Gemeinde Rechberghausen verabschiedet ihre Gartenschau
Mit Elan gestartet – bravourös gemeistert
Am 20. September werden die Pforten der Gartenschau Rechberghausen wieder geschlossen – doch der Ort wird weiterhin vom wunderschön gestalteten Landschaftspark profitieren: Auf dem eigenwilligen Gelände um die Hungerboll entstand Rechberghausens „Neue Grüne Mitte“ mit direktem Anschluss an den Ort. Und noch etwas ist nach den vergangenen vier Monaten bleibende Gewissheit: Auch eine kleine Gemeinde ist in der Lage, eine Gartenschau zu meistern – wenn es so viele tatkräftige und motivierte Helfer gibt wie hier in Rechberghausen.
Rechberghausens „Neue Grüne Mitte“ erstrahlt selbst im Herbst noch in vollem Glanz. Es war in den vergangenen vier Monaten ein wahrer Genuss, über das Gelände zu spazieren, die kunstvoll arrangierten Beete zu betrachten, sich über die regionaltypische Natur zu informieren und die Arbeit der vielen fleißigen Hände zu genießen. War? Nein, denn eine Gartenschau ist mehr als eine vorüberziehende Erscheinung: „Wenn wir im Park spazieren gehen, wir nur fröhliche Menschen sehen“, so lautet eine Zeile des Gartenschauliedes. Und genau so soll es bleiben – wenn der letzte Besucher gegangen ist, wird das gestaltete Gelände für die Bewohner nicht verschwinden. So macht sich eine Gemeinde langfristig ein Geschenk an sich selber, davon ist auch Bürgermeister Reiner Ruf überzeugt.
Nach den letzten vier Monaten können die Rechberghäuser Einwohner deshalb einer weiteren schönen Zeit entgegensehen. Und die Gartenschau ist ein voller Erfolg: Begeisterte Besucher von Nah und Fern bestätigen, dass das Gespür für heimatnahe Naturpräsentation aufgehen kann. Das war nicht von Anfang an klar: der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel erinnert sich an seine Reaktion, als der Antrag der Gemeinde Rechberghausen auf die Durchführung des Grünprojektes im Jahr 2003 auf seinem Schreibtisch landete: „Normalerweise haben Bewerbergemeinden zwanzig- bis dreißigtausend Einwohner – und dann lag Rechberghausen mit lediglich 5.400 Einwohnern auf dem Tisch!“ Und trotzdem habe man der Schurwaldgemeinde ein solches Projekt zugetraut, denn diese Gemeinde habe bereits einige größere Projekte gestemmt, wie Teufel hinzufügt.
Wirklich wichtig war die Zustimmung und der Rückhalt der Einwohner und des Gemeinderats – und der war in Rechberghausen wirklich außergewöhnlich. „Der Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer für diese Gartenschau kann auch am Beispiel des stellvertretenden Bürgermeisters Helmuth Hofbauer verdeutlicht werden; er hat über 50 Führungen auf der Gartenschau gemacht“, wie Bürgermeister Reiner Ruf betont. Auf den Schultern zahlreicher, freiwilliger Helfer ruhte das Projekt – und durch die enge Zusammenarbeit für diese besondere Sache hat auch die Gemeinschaft der helfenden Rechberghäuser enger zueinander gefunden.
„Besonders an den Abenden und am Wochenende hat sich hier so etwas wie eine Gartenschaugemeinde zusammengefunden“, freut sich Bürgermeister Reiner Ruf zu berichten. Das sind sicherlich die besten Voraussetzungen für die weitere gemeinschaftliche Erhaltung der „Neuen Grünen Mitte“ der Ortschaft. Auch Peter Hauk, Baden-Württembergs Minister für Ernährung und ländlichen Raum, äußert sich sehr zufrieden: „Es ist beeindruckend, wie gerade Rechberghausen die Chance genutzt hat, mit der Gestaltung einer neuen Grünen Mitte, die gleichzeitig den Übergang in die freie Landschaft ermöglicht, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu steigern.“
Zu den Elementen, die der Nachhaltigkeit geschuldet sind, zählen neben der Parkanlage, dem Aussichtsturm „Luftikus“ und dem Spielplatz auch Schinder- und Schulbach, die beide aus ihrer unterirdischen Verdohlung zurück an die Oberfläche geholt wurden, sowie das renaturierte Marbachufer. Letztgenannte Maßnahmen tragen vor allem auch zum verbesserten Hochwasserschutz bei.
Und was kam bei den Gartenschaubesuchern besonders gut an? Neben der üppigen, kaum zu bändigenden Natur vor allem auch das große Kinderprogramm. Besucher kamen ganz gezielt zu bestimmten Kinderprogrammen auf die Gartenschau – ein Erfolg für die Programmverantwortlichen. Auch die „1. Rechberghäuser Kinder- und Jugendtheaterwoche“ fand besonders großen Anklang. Ein ganz klarer Hinweis darauf, dass eine Wiederholung dieser Veranstaltung von den Familien in der Region erwünscht ist. Hier wird sich nach Wünschen der Gemeinde auch in Zukunft viel kulturelles Leben abspielen.
Und natürlich soll hier jeder Gartenliebhaber weiterhin einen Ort für Mußestunden finden: „Gärten gelten als Rückzugsort, als Platz der Besinnung und als Spielwiese der Kreativität“, so Erhard Anger, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (GaLaBau) Baden-Württemberg. Das gilt zukünftig sicherlich auch für den „großen Garten“ des Gartenschaugeländes, der allen Einwohnern weiterhin Erholung und Genuss bieten soll. Heimat erlebbar machen – das ist den Organisatoren, Planern, Gestaltern und allen helfenden Händen der Gartenschau Rechberghausen überaus gut gelungen.
Imkerpavillon Rechberghausen: Nutzung nach der Gartenschau 
Raum für Bienenfreunde jeden Alters
Die Bienen haben es gut in Rechberghausen durch die vielfältige Bepflanzung der „Neuen Grünen Mitte“ – und die fleißigen Honigsammler waren auf der Gartenschau ein attraktiver Anziehungspunkt für Jung und Alt. So wird es nach dem Willen der Imker auch bleiben, wenn die Gartenschau beendet ist: An der Imkerei interessierte Erwachsene können Anfängerschulungen besuchen, für Vorschüler und Schüler bis Klasse 12 haben die Bezirksimker ein breites Infoangebot im Programm.
Der rot gestrichene Imkerpavillon auf der Gartenschau Rechberghausen ist nicht zu übersehen. Zudem steht er auf der Hungerbollrunde an strategisch günstiger Stelle: Auf dem halben Weg den Hügel hinauf lädt der Präsentationsstand der Göppinger Imker die Besucher zum Verweilen und Verkosten ein. Die breite Produktpalette fand entsprechend guten Absatz, so Hermann Kauderer, Vorsitzender des Bezirksimkervereins Göppingen e.V. Auch ansonsten zeigt er sich gut gelaunt und sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Gartenschau. „Ich bin richtig stolz auf unseren Verein. Was die Mitglieder da geleistet haben für den Bau des Pavillons, für die Betreuung des Informations- und Verkaufsstandes während der viermonatigen Gartenschauzeit und natürlich auch für die Informationsangebote im Rahmen des Grünen Klassenzimmers, das ist einfach großartig.“
Und das Interesse der Besucher an den fleißigen Insekten ist groß. Nicht nur genießt man das süße Produkt, den Honig, in allen Varianten gern – der Gartenschaubesucher konnte hier auch erfahren, wie groß der Beitrag der Bienen zur bunten Blütenpracht ist. Dieser Anschauungsunterricht zur Biologie der Biene und zu den ökologischen Zusammenhängen in der Natur kam auch bei den Schülern gut an, die die Bienenkurse im Grünen Klassenzimmer besuchten.
„Das Grüne Klassenzimmer führt die Kinder an die Natur heran“, meint Lehrerin Sabine Schmidt, die mit der vierten Klasse der Janusz-Korczak-Schule Göppingen hier zu Besuch ist: „Ein anderer Lernort gibt immer neue Lernanreize für die Kinder.“ Und die Aufmerksamkeit, mit der die elf Jungs und sieben Mädchen den Ausführungen ihres Lehrers-auf-Zeit, dem Imkermeister Jürgen Schuler, lauschen, gibt ihr vollkommen recht. „Die Kinder sind hungrig auf neue Erfahrungen“, so Schmidt. Das freut auch die Imker, wie Margret Schuler bestätigt. „Es hat uns immer viel Spaß gemacht mit den Schülern“, meint die Imkerbesen-Wirtin aus Ebersbach-Bünzwangen, die mit ihrem Mann bereits viele Schulklassen hier auf der Gartenschau an die Themen Bienen und Imkerei herangeführt hat.
Nach dem Willen der Bezirksimker wird dieses Angebot auch fester Bestandteil des Lehrbienenstandes bleiben, wie der Imkerpavillon nach der Gartenschauzeit, ab dem 21. September 2009, heißen wird. Hier werden nicht nur die Anfängerschulungen für interessierte Jungimker stattfinden, auch Angebote für alle Klassenstufen von der Vorschule bis zum Abitur könne der Bezirksimkerverein leisten, betont Hermann Kauderer. „Vom Tier „Biene“ bis hin zur gesamten Biologie der Biene – in unserem Verein haben wir Experten, die für jede Unterrichtsstufe einen geeigneten Unterricht bieten können.“ Bei Interesse solle man sich einfach an ihn wenden, so der engagierte Imker. Ein Angebot, das bei Sabine Schmidt auf großes Interesse stößt – wie sicherlich bei vielen anderen Lehrern des Landkreises.
Infos und Kontaktdaten zum Imkerverein Göppingen finden Sie im Internet auf: www.imkerverein-goeppingen.de.
Fotosafari für Kinder auf der Gartenschau
Kleine Talente ganz groß
Zwei Landschaftsarchitekten und eine Handvoll Kinder, jeder bewaffnet mit einer Kamera, trafen sich am Sonntag auf dem Gelände der Gartenschau in Rechberghausen zu einer Safari der besonderen Art. Der Treffpunkt Baden-Württemberg hatte zusammen mit der Architektenkammer Baden-Württemberg eingeladen, die Gartenschau aus ihrer Sicht zu erkunden und mittels einer Kamera zu dokumentieren. Angeführt und professionell angeleitet wurde die Gruppe von der „bildhübschen fotografie“ aus Stuttgart, vertreten durch Andreas Körner und Janine Kyofsky. Petrus hatte ein Einsehen und versorgte die angehenden Profifotografen mit ausreichend Sonne. Farbe, Licht und Schatten. Verschiedene Beläge und Perspektivwechsel wurden spielerisch erkundet. Die 1 1/2 stündige Safari verging wie im Flug. Anschließend wurden die Ergebnisse im Treffpunkt Baden-Württemberg über einen Beamer auf eine Großleinwand projiziert und diskutiert. Selbst ein Profi wie Andreas Körner war voll des Lobes für die stimmungsvollen und einfallsreichen Bilder der Kinder. Die zur Diaschau wieder anwesenden Eltern waren stolz und überaus positiv überrascht über die künstlerischen Qualitäten ihrer Sprösslinge. Die Fotosafari für Kinder: Ein Experiment das Mut und Spaß macht. So kommen kleine Talente ganz groß raus.

Interaktiver Klanggarten im Treffpunkt Baden-Württemberg
Die Welt ist Kling und Klang
Vielfältige Klänge und Musik lagen am vergangenen Wochenende beim Treffpunkt Baden-Württemberg in der Luft. Im Außengelände der Unteren Mühle hat es zwei Tage lang aus allen Ecken gerattert, geklungen und gesungen. Das Mühlengelände hatte sich in einen großen Klanggarten verwandelt. Ungewöhnliche Klangobjekte luden zum Mitmachen, Experimentieren und Hinhören ein. Der Anblick der vielseitigen Objekte und die Geräusche lockten immer mehr Menschen an. Entworfen hat all die Instrumente der französische Künstler Etienne Favre – und das mit unerschöpflichem Ideenreichtum. Die zahlreichen großen und kleinen Besucher wurden zu leidenschaftlichen Klangkünstlern. Zarte, glockenartige, teilweise sogar mystisch angehauchte Töne wechselten sich mit kraftvollen, lauten Hupgeräusche ab. Neben Einzeltönen entlockten die Besucher den Instrumenten auch richtige Melodien. Sogar Beethovens berühmte 9. Sinfonie schallte es über das Gelände. Fröhliches und begeistertes Gelächter mischte sich unter die Klänge. Alle Installationen waren aus Recyclingmaterialien wie alten Schläuchen, Fahrradrädern oder Pfandplastikflaschen hergestellt. Die ausgediente Pfanne wurde zur Klangschale und der gute alte Gummistiefel mit Flötenaufsatz zum Dudelsackimitat. Besonders findige Besucher zauberten ganze Tonleitern. Noch bis in die frühen Abendstunden waren am Sonntag Klänge zu hören.
Kräutertage im Treffpunkt Baden-Württemberg mit großer Begeisterung angenommen
Gegen alles ist ein Kraut gewachsen
Hopfen- und Lavendelduft erfüllten am vergangenen Wochenende den Treffpunkt Baden-Württemberg. Gläschen mit allerlei ausgefallenen Brotaufstrichen erwarteten die zahlreichen, interessierten Besucher. Quitte gesellte sich zu Apfel und Rose und die Blutpflaume bildete mit Brombeeren ein geschmackvolles Paar, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Wer es lieber salzig und habhaft mochte war mit Wildkräutersalz und einer pikanten Chilipaste gut beraten. Zur Entspannung nach einem Gartenschaubesuch mit langen Fußmärschen lud das Wildkräuter- und Rosenbadesalz oder eine beruhigende Mischung aus Hopfen und Lavendel ein. Kreativität hingegen war bei den zahlreichen Mitmachaktionen gefragt. Aus Wildkräutern und anderen Naturmaterialien zauberten die Gartenschaubesucherinnen wunderschöne, dekorative Türkränze. Zur großen Freude der vielen Besucher war die Kräuterfachfrau Ingrid Hagner aus Neckarsulm-Obereisesheim von Freitag bis Sonntag zu Gast im Treffpunkt Baden-Württemberg. Sie beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit Wildkräutern und ist zur wahren Fachfrau mit erstaunlichem Wissen über die Natur geworden. Die Kräuterexpertin ist auch bereits durch die letztjährige Landesgartenschau in Bad Rappenau Gartenschau erfahren. Dort bot sie Kräuterführungen an und ließ sich zur Gästeführerin ausbilden. Die Gartenschaubesucher in Rechberghausen erwartete drei Tage lang ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Mitmachaktionen und einer Kräuterführung. Zahlreiche Besucher kam jeden Tag und ließen sich von dem großen Wissen und der lebendig, einnehmenden Art von Frau Hagner begeistern. Frei nach dem Motto „gegen alles ist ein Kraut gewachsen“ führte die Kräuterfrau mit grünem Leinenkleid und Strohhut die Besucher durch den Kräutergarten und die angrenzenden Wiesen des Treffpunkts Baden-Württemberg. Sie offenbarte die für viele Augen verborgenen Schätze der Natur. So hilft etwa Rotklee gegen Alterung. Mit ihrem unerschöpflichen Schatz an Geschichten und Anekdoten aus der Welt der Kräuter brachte Hagner die Teilnehmer zum Schmunzeln und Lachen. Neben Wissen vermittelte sie auch einen großen Respekt für die Natur und die von ihr hervorgebrachten Pflanzen. Ob hinter der fröhlichen, positiven und begeisternden Ausstrahlung von Frau Hagner ebenfalls ein Kräuterlein steckt, blieb offen.
125.000ster Besucher in Rechberghausen
Gartenschau weiter auf Erfolgskurs
Knapp fünf Wochen vor Ausstellungsende steht eines fest: Die Gartenschau Rechberghausen ist ein voller Erfolg. Der 125.000ste Besucher wurde gerade auf dem Gelände begrüßt. Familie Friesch aus Kirchenkirnberg im Rems-Murr-Kreis freute sich über den herzlichen Empfang und die Einladung zur abendlichen Erfolgsfeier auf der Gartenschau. Damit hat die Gartenschau ihr selbstgestecktes Ziel von 120.000 Besuchern bereits übertroffen. Das ist ein Ergebnis, das bisher noch kaum eine Gartenschau so früh erreichen konnte.
Die anhaltend guten Besucherzahlen sind ein Ausdruck der hohen Gesamtqualität dieser Gartenschau, angefangen von den gärtnerischen Themen über das vielseitige Veranstaltungsprogramm bis hin zu den Ausstellungen und Präsentationen vom Land Baden-Württemberg, dem Landkreis Göppingen, sowie von Vereinen und Verbänden. „Der gute Ruf der Gartenschau hat sich längst bis weit über die Region hinaus verbreitet“, freut sich Rechberghausens Bürgermeister Reiner Ruf über den Erfolg der Gartenschau.
Bis zum letzten Gartenschau-Tag am 20. September ist indes noch ein bunter Reigen an „Sommer-Blüten-Träumen“ geboten. Damit gibt es noch viele Gelegenheiten, sich auf dem Gelände umzutun, den Spätsommer zu genießen und den ein oder anderen Programmpunkt zu erleben.
Ausstellung "Eislinger Meeresräuber vor 181 Millionen Jahren"
Blick von der Gartenschau in die Urzeit
Besucher der Gartenschau Rechberghausen können ab Montag, 10. August, einen 181 Millionen Jahre-Blick in die Vergangenheit werfen: Der Landkreis Göppingen und die Stadt Eislingen präsentieren im Stauferkreis-Pavillon Funde vom Fischsaurierfriedhof Eislingen, dessen Entdeckung 2002 weltweit Aufsehen erregte. Die Ausstellung „Eislinger Meeresräuber vor 181 Millionen Jahren“ ist bis zum 24. August zu sehen, ergänzt wird die Präsentation der Funde durch Führungen zum Thema, eine große Präparationsschau am Wochenende vom 15. und 16. August, sowie eine spannende Schatzsuche auf dem Klopfplatz.
Der Fischsaurierfriedhof Eislingen wurde zwischen 2002 und 2006 im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Kreisarchäologie Göppingen und der Eberhard Karls Universität Tübingen in mehreren Ausgrabungskampagnen untersucht. Die Fundschicht erstreckt sich über eine Fläche von mindestens 20 km² und enthält das gesamte Spektrum an Lebewesen, die das subtropisch warme Jurameer vor 181 Millionen Jahren bevölkerten. Hierzu gehörten neben Fischsauriern auch Schlangenhalssaurier, Meereskrokodile und Haie. Außerdem fanden sich Überreste von Tintenfischen, Ammoniten, Seeigeln, Knorpel- und Knochenfischen sowie zahlreiche Spuren kleinerer Lebewesen und Skelettteile von abgestürzten Flugsauriern.
Aus dem umfangreichen Themenkatalog des Fischsaurierfriedhofs Eislingen werden in Rechberghausen einzelne spannende Fundgruppen herausgegriffen und vorgestellt. Die Wahl fiel auf die markantesten Meeresräuber, die bei karibischen Klimaverhältnissen das Jurameer unsicher machten: Die Fischsaurier, Schlangenhalssaurier und Meereskrokodile. Texttafeln mit zahlreichen Abbildungen informieren über die Entdeckung und Ausgrabung der Fossillagerstätte, über die Vielfalt an Lebewesen, die diese einzigartige Fundschicht birgt und deren Bedeutung für die paläontologische Forschung. Zu den drei Themenschwerpunkten „Fischsaurier“, „Schlangenhalssaurier“ und „Meereskrokodile“ gehört jeweils eine Tischvitrine mit einer Auswahl von bereits präparierten Originalfunden. Auf einem Monitor werden zudem in einer Dauerschleife Filmsequenzen von den Eislinger Ausgrabungen gezeigt. Und im Pavillon finden täglich zwei Kurzführungen um 11 Uhr und 15 Uhr zum Thema statt.
Ein weiterer Themenschwerpunkt ist der Stauferkreis als Landkreis der Jura-Forscher. Bereits im 17. Jahrhundert beschäftigte man sich hier mit Funden aus dem Unteren Jura. Die ersten Fischsaurier- und Krokodilfunde Südwestdeutschlands wurden im 18. Jahrhundert bei Bad Boll geborgen. Berühmte Paläontologen wie der Tübinger Professor Dr. Friedrich August von Quenstedt und der Eislinger Pfarrer Dr. Theodor Engel waren im Stauferkreis aktiv.
Präparationsschau am 15. und 16. August
Wer sich selbst auf Entdeckungsreise in die Jurazeit begeben will, hat am 15. und 16. August eine außergewöhnliche Gelegenheit dazu. In einer eigens aufgebauten Spezialwerkstatt findet an diesem Wochenende eine Präparationsschau statt, in der Mitglieder der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie e.V. Bezirksgruppe Stuttgart und des Fördervereins Eislinger Saurierfunde e.V. Anleitung zur Präparation und zur Fossilbestimmung geben! Mitmachen kann jeder, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Schatzsuche auf dem Klopfplatz
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Stauferkreis-Pavillon ist ein Klopfplatz mit Gestein aus dem unteren Jura eingerichtet. Hier können Kinder und Jugendliche nach Herzenslust auf Forschungsreise gehen und mit Hilfe des bereit gestellten Werkzeugs wunderschöne Versteinerungen entdecken.
Die Erarbeitung der Ausstellungs-Konzeption und die Umsetzung liegen in Händen von Dipl. Designerin Katja Bode und Dr. Reinhard Rademacher, den Initiatoren der 2006 in Eislingen/Fils gezeigten Jurameer-Ausstellung. Die Ausstellung wird durch den Verein Eislinger Marketing e.V. unterstützt. Als ehrenamtliche Helfer und Führer sind die Mitglieder des Fördervereins Eislinger Saurierfunde e.V., die Freunde der Mineralogie und Geologie e.V. Bezirksgruppe Stuttgart sowie die freiwilligen Mitarbeiter der Kreisarchäologie im Einsatz.
Open-Air-Unterricht der Landschaftsgärtner auf der Gartenschau Rechberghausen
Schüler bauen ihren "Traumgarten in der Kiste"
Raus aus dem Klassenzimmer, rein ins Grüne, so lautete das heutige Motto der Klassen 3 a und 3 b der Atriumschule Urbach aus Plüderhausen: Anregungen holten sich die 40 Kinder in den Themengärten der Landschaftsgärtner beim Treffpunkt Grün. Dann hieß es „ran an die Arbeit“. Die anfängliche Skepsis, ob man denn die Erde mit den Händen nehmen soll, war im Nu verschwunden. Die Materialien wie Erde, Sand, Rinde, Pflanzen, Holzstäbe, Bast, verschiedene Steine, Folie, Zapfen und Samen, stellte der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Gröning aus Göppingen zur Verfügung. Von Seiten der Kinder kam eine gute Portion Kreativität und Begeisterung hinzu – und schon entstanden Folienteiche und Bäche mit Brücken, Zäune, oder lauschige Sitzplätze. Mit Hilfe von Holzstäben und Bast wurden Pergolen gebaut, mit Steinen Wege durch den Garten geführt. Auch Pflanzen durften nicht fehlen und erst in einigen Tagen und Wochen wird sich die ganze Pracht des Gartens zeigen – wenn die Samen zu kleinen Pflanzen herangewachsen sind. Garten- und Landschaftsbau-Unternehmer Klaus Gröning gab Tipps und legte bei besonders anspruchsvollen Gartenelementen auch selbst Hand an. Zum Schluss zeichnete sich jeder Garten durch seinen ganz eigenen Charakter aus. 
Das Bauen mit Naturmaterialien, das Entwickeln und die Umsetzung der Ideen machte den Kindern sichtlich große Freude. Auch durch Wind und Regen ließen sie sich nicht von der Fertigstellung ihres Gartens abhalten. „Durch das handwerkliche Gestalten mit den Naturmaterialien möchten wir die Verbindung der Kinder zur Natur stärken. Außerdem können sie ihren Garten mit nach Hause nehmen, ihn wässern und pflegen und die weitere Entwicklung beobachten“, so Klaus Gröning. Möglicherweise verwandelt sich die Begeisterung für diese Aktion später mal in den Wunsch „richtige“ Gärten bauen zu wollen. Als wetterfest haben sich die Kinder an diesem Tag schon erwiesen.
Mit verschiedenen Unterrichtsthemen, z. B. dem „Traumgarten in der Kiste“ bietet der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. im Rahmen des "Grünen Klassenzimmers" in Rechberghausen den Schülern und Schülerinnen der Region an, ihre Kenntnisse und Erfahrungen mit Natur und Umwelt ganz praktisch orientiert zu erweitern.Die Termine für die „Traumgärten“ sind leider ausgebucht, einzelne Termine für das Thema „Berufsorientierung: Eine Zukunft als Landschaftsgärtner“ für ältere Schüler sind jedoch noch frei. Weitere Informationen gibt es beim Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V., Telefon: 0711/ 97 56 60, E-Mail: info@galabau-bw.de.
Traumhaftes Eröffnungswochenende der Gartenschau
Minister: „Besuchen Sie diese Gartenschau!“
Petrus meinte es gut mit Rechberghausen! Bei Kaiserwetter wurde am Freitag, 29. Mai, die Gartenschau Rechberghausen von Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk eröffnet. Begleitet von zahlreichen, zum Teil hochrangigen Ehrengästen drückte der Minister der Gemeinde Rechberghausen sein Kompliment für das Geschaffene aus und animierte die Bevölkerung „nicht nur aus der Region Göppingen“ zu einem Besuch dieser „wunderschönen Gartenschau“.
Die offizielle Eröffnungsfeier bildete zugleich für Rechberghausen einen Auftakt nach Maß, denn bereits am Eröffnungstag schlenderten viele Tausend Besucher durch das Gartenschaugelände. „Wir haben einen sehr gelungenen, vom Wetter verwöhnten Start erlebt“, sagte Rechberghausens Bürgermeister Reiner Ruf, der sich anschließend bei seinen Mitarbeitern, Helfern, Auftragnehmern und Dienstleistern herzlich bedankte. „Es ist beinahe unfassbar, was in den letzten Tagen alles geschaffen worden ist“.
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Doch mehr noch als die lobenden Worte der Prominenz zählt die Reaktion der Besucher; und hier stehen die Weichen für die Gartenschau in Rechberghausen auf Grün: Einhellig positiv wurde das Angebot unter der Hungerboll aufgenommen. „Ich bin total beeindruckt von dem, was hier angeboten wird“, sagt die 29-jährige Carina Speidel, die aus Leinfelden-Echterdingen angereist war. Oder Waldtraute Krumbiegel: „Ich werde nochmals kommen; und zwar mit dem gesamten Seniorenrat unserer Stadt“. Fasziniert waren die Gäste von der Gestaltung der Landschaft, der Anordnung der Blumen, den Gärten und Kunstwerken, den Kinderspielreinrichtungen oder den vielschichtigen Informationseinheiten, die über das gesamte Areal verteilt sind. Gartenschaukenner wissen: Der erste Eindruck ist ein deutliches Signal dafür, wohin die Reise geht. Sind die Besucher zufrieden, transportieren sie diese Zufriedenheit weiter, und es entwickelt sich eine positive Dynamik. „Wir sind sehr optimistisch“, sagte deshalb auch Reiner Ruf.
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Dass die Gartenschau den Namen der Gemeinde weit über die Regionsgrenzen hinausträgt, wurde schon am Eröffnungswochenende klar. Das SWR-Fernsehen widmete der Gartenschau einen sehenswerten Beitrag, der Hörfunk berichtete mehrfach, die Printmedien, allen voran die Medienpartner NWZ/Geislinger Zeitung, hoben das Ereignis aussagekräftig ins Blatt.
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Zu all dieser positiven Betrachtung und Bewertung passt auch diese Nachricht. Noch am Eröffnungswochenende wurde die 2.000 Dauerkarte verkauft; das ist deutlich mehr, als in Rechberghausen erwartet worden war.
„Treffpunkt Grün“ erhält Pflanzendach
Balanceakt auf der Gartenschau
Der „Treffpunkt Grün“ präsentiert sich seit Mitte Mai in frischem Gewand: Mit dem neuen Pflanzendach passt sich der Informations-Pavillon der Gärtner perfekt in das üppige Grün des Gartenschaugeländes ein. Die Begrünung stellte allerdings für die ausführende Firma Gröning Garten- und Landschaftsbau aus Göppingen-Bartenbach eine besondere Herausforderung dar: Das Dach des Pavillons ist aufgrund seiner Statik nur wenig belastbar.
„Normalerweise kommt unter die Pflanzdecke eine recht hohe Substratschicht, doch das war hier wegen des empfindlichen Gebäudedachs nicht möglich“, so Klaus Gröning, der die Begrünung mit seinen Mitarbeitern ausführte. Damit die Statik des Gebäudes durch die Pflanzdecke nicht zu sehr beeinträchtigt wird, verwendeten die Gärtner vorbegrünte Vegetationsmatten auf der 50 Quadratmeter großen Dachfläche. Ähnlich einem Rollrasen werden diese Matten fertig bepflanzt auf dem Dach ausgebreitet.
Während die Landschaftsgärtner die Herausforderung am Wochenende erfolgreich meisterte, müssen sich die Pflanzen erst noch mit ihrem neuen Standort arrangieren – für sie ist das Dach des „Treffpunkt Grün“ als Lebensraum ein Extremstandort: Die exponierte Lage und das flache Erdreich fordern extreme Anpassungsfähigkeit: „Die von uns gepflanzten Arten eignen sich ausgezeichnet für diesen Standort“, erklärt Klaus Gröning. „Besonders die Sedum-Arten sind Überlebenskünstler: Ihre Blätter speichern das Wasser und reflektieren gleichzeitig das Sonnenlicht.“ Pflanzen und Material für die Dachbegrünung des Treffpunktes Grün stellten die Firma ZinCo, der Deutsche Dachgärtnerverband sowie der Verband Garten, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg zur Verfügung.
Was die Hausbesitzer und Häuslebauer unter den Besuchern besonders interessieren dürfte: Ein Pflanzdach ist nicht nur etwas für die Augen. Professionell durchgeführte Dachbegrünungen fördern Klima und Luftreinheit in der Stadt und bieten neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Außerdem verlängern begrünte Flächen nachweislich die Dachlebensdauer, erhöhen den Schallschutz von Gebäuden und sorgen auch für eine zusätzliche Wärmedämmung. Eine ökologisch wie ökonomisch runde Sache also.
Das Kinderprogramm ist da!
"Gartenland in junger Hand"
Es ist vor allem eines, nämlich außergewöhnlich: Das Kinderprogramm der Gartenschau Rechberghausen punktet mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, bei denen alle Sinne, alle Altersstufen und alle Interessen der jungen Gäste angesprochen werden. Von festen Einrichtungen wie dem neuen Abenteuerspielplatz und besonders familienfreundlichen Preisen der Gastronomie bis hin zu besonderen Highlights, wie den Kinder- und Jugendtheatertagen oder den Sonntagen, an denen die Gartenschau Woche für Woche zu wechselnden Themen immer ganz "in junger Hand" ist.
Das eigene, vierzig Seiten starke Heft nur für das Kinderprogramm der Gartenschau Rechberghausen 2009 trägt dem üppigen Angebot Rechnung und ist ab sofort im Rathaus Rechberghausen und hier auf der Internetseite der Gartenschau erhältlich.
Das vollständige Kinderprogramm zum Herunterladen finden Sie hier.
Anerkennung für Aussichtsturm
Preisgekrönter Luftikus
Der Aussichtsturm Luftikus auf der Rechberghäuser Anhöhe Hungerboll gilt als eines der Wahrzeichen der Gartenschau Rechberghausen.
Im Rahmen des „Holzbaupreises Baden-Württemberg 2009“ und des „Sonderpreises Naturpark Schwarzwald“ erhielt das Bauwerk der Münchner Landschaftsarchitekten fischer+heumann nun eine Anerkennung zugesprochen. Diese besondere Würdigung ist auch dem Projektleiter der Gartenschau, Karl-Eugen Ebertshäuser, zu verdanken. Er hat die Konstruktion des Luftikus in Holz statt in Stahl angeregt.
Die Preisverleihung erfolgt am 26. Juni durch Baden-Württembergs Ernährungsminister Peter Hauk in der Hochschule Biberach.
Bäumchen wechsle Dich…
Mehr Licht für den Aktivspielplatz
Zu schattig fanden die Planer der Gartenschau den von Bäumen umringten Aktivspielplatz. Also wurde kurzerhand ein Spezialunternehmen mit der Versetzung einer der rund 15 Meter hohen Linden beauftragt. Ein nicht alltägliches Schauspiel.
Wie ein riesiges Metallmonster steht die Rundspatenmaschine, ein LKW mit Spezialaufbau, vor dem Aktivspielplatz auf dem Gartenschaugelände Rechberghausen. Um eine der zahlreichen Linden dort auszugraben und weiter hinten am Schafgehege des NABU wieder einzupflanzen, fuhr die Spezialmaschine des Unternehmens Opitz extra aus der Nähe von Nürnberg ins Stauferland.
Sofort ins Auge fallen ihre beiden gigantischen Schaufeln. Sie besitzen die Form einer Viertelkugel und sind unten mit spitzen Zacken bewehrt. Im geöffneten Zustand erinnern sie an ein riesiges, mit Zähnen gespicktes Stahlmaul. Weit aufgerissen, beginnt es sich mit 280 Bar Druck und einer Kraft von 20 Tonnen in die Erde rings um die Linde zu beißen. Die Schaufeln untergraben den Baum und schließen sich unterirdisch zu einer Halbkugel mit drei Metern Durchmesser. Nun kann der Baum samt Ballen wie in einem überdimensionierten Blumentopf aus der Erde gehoben wird. Der tschechische Tatra-LKW, auf dem die Maschine montiert ist, hebt mühelos die rund 12 Tonnen auf die Ladefläche, die die Linde samt Ballen auf die Waage bringt. Und noch mehr: Je nach Bedarf kann der Stamm auch in die Waagerechte gelegt werden, um mit dem Gewächs besser manövrieren zu können. Denn es ist gar nicht so einfach, mit der ausladenden Fracht durch die Straßen zu kommen. Auch auf der kurzen Strecke vom Eingang der Gartenschau zum Fuße der Hungerboll warten einige Hindernissen: Straßenlaternen, in den Weg ragende Bäume und weiches, unbefestigtes Gelände erschweren dem Fahrer die Arbeit. Hier und dort brechen kleinere Äste, zieht der LKW mit seinen rund 40 Tonnen tiefe Furchen in die Bankette.
Ungeachtet der Schwierigkeiten begeistert der fahrende Baum die umstehenden Schaulustigen, die mit offenen Mündern der ungewöhnlichen Baumaßnahme folgen. Schließlich ist das Ziel erreicht. Die Rundspatenmaschine setzt den Ballen ins bereits vorher ausgehobene Loch, öffnet die Schaufeln und hinterlässt die Linde an ihrem neuen Standplatz.
Bäume mit einem Stammumfang bis zu 1,50 Metern schafft die Rundspatenmaschine normalerweise problemlos. Selbst der große Mammutbaum ein paar Meter weiter am Kreisverkehr wurde so versetzt, obwohl er mit seinen 2,20 Meter Umfang deutlich größer ist. Allerdings sinkt bei größeren Bäumen die Überlebensquote, weil mehr Wurzelwerk gekappt wird. Laut Bauleiter Herbert Porlein von Opitz sehe der Mammutbaum aber sehr gut aus.
Damit die Linde schnell wieder Fuß fassen kann, werden die Ritze im Boden mit Substrat gefüllt und die Krone per Bagger in der Senkrechten justiert. Drei Jahre lang wird der Stamm mit Stahlseilen abgespannt, dann halten die neuen Wurzeln wieder von selbst auch schweren Stürmen stand.
Gutbürgerliche Küche und angepasste Preise
Gastronomie bei der Gartenschau Rechberghausen
„Polster Catering“ betreibt die Gastronomie bei der Gartenschau Rechberghausen. Geschäftsführer Matthias Polster unterzeichnete den Vertrag mit der Gemeinde. Der Sachse gilt als absoluter Spezialist: Seit 1996 sorgt er mit seinem Unternehmen auf Landes- und Bundesgartenschauen für das leibliche Wohl der Besucher.
Bei der Frage, was denn auf der Gartenschau Rechberghausen angeboten werde, zögert Gastronom Matthias Polster keine Sekunde: „Gutbürgerliche Küche“, so lehre ihn seine lange Erfahrung, „kommt auf Gartenschauen einfach am besten an.“ Doch nicht nur kulinarisch will Polster die Region einbeziehen. In Kürze starten Bewerbungsgespräche mit Service- und Hilfskräften aus der Region. Auch die Preise auf den Speisekarten sollen sich auf regionalem Niveau bewegen.
Rechberghausens Bürgermeister Reiner Ruf ist mit dem Vertragsabschluss zufrieden. „Eine gute Gastronomie ist für eine Gartenschau sehr wichtig, damit die Leute gerne kommen, und vor allem: Gerne wiederkommen.“ Im Rahmen der Ausschreibung wurden auch ansässige Gastronomen eingebunden. Jedoch legte Matthias Polster letztendlich das überzeugendste Bewirtungskonzept vor und erhielt den Zuschlag.
Polster beschäftigt inklusive Aushilfen rund 240 Mitarbeiter. Auf der Gartenschau Rechberg-hausen betreibt er vier gastronomische Objekte. 1990 stieg der Sachse mit einem kleinen Getränkemarkt und einem Hotel in die Gastronomie ein. Seit seinem Engagement auf der ersten Landesgartenschau in den neuen Bundesländern in Lichtenstein/Sachsen 1996 ist die Event- und Cateringbranche sein zentrales Geschäftsfeld. Neben Bundes- und Landesgartenschauen betreut „Polster Catering“ viele andere Groß- und Kleinveranstaltungen. Vorneweg der Motorrad Grand-Prix Sachsenring mit rund 240.000 Besuchern an einem Wochenende, bei dem das Unternehmen seit 2000 dabei ist. Die „Freie Presse Sachsen“ legt zudem ihr Pressefest in Polsters Hände. Feste Gastronomieobjekte betreibt er unter anderem für den Fußballverein FC Chemnitz und in der Chemnitzer Messe.
Was erwartet ein so erfahrener Caterer wie Matthias Polster von Rechberghausen? „Das Gelände ist für eine Gartenschau sehr gut, ich rechne mit bis zu 150.000 Besuchern.“ Oder, anders ausgedrückt: „Mit 1000 verkauften Hektolitern Bier.“
Konzert des Superstar-Gewinners am 3. Juli
Thomas Godoj rockt Rechberghausen
Thomas Godojs kometenhafter Erfolg ist zurzeit nicht zu bremsen. Vor wenigen Wochen erst wurde der Sieger der fünften Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ mit einem der begehrtesten deutschen Musikpreise ausgezeichnet – dem Echo für ‚Bester Newcomer national’. Nach seiner überaus erfolgreichen Tournee im Frühjahr steht der Rocksänger am
3. Juli wieder live auf der Bühne – auf dem Gartenschaugelände in Rechberghausen.
Der Triumphzug, den Godoj innerhalb des letzten Jahres hinlegte, ist beachtenswert. Seine erste Single „Love is you“ stürmte auf Anhieb die Single-Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz und erreichte in Rekordzeit Goldstatus. Zwei Wochen nach der Veröffentlichung hatte die Ballade bereits mehr als 150.000 Käufer. Auch sein erstes Album „Plan A!“ schlug auf dem Musikmarkt ein und erreichte in kürzester Zeit Platin für 200.000 verkaufte Tonträger. Für den jungen Künstler ein besonderer Erfolg, da zahlreiche Titel des Albums seine Handschrift tragen.
Karten für das Konzert am 3. Juli gibt es ab sofort bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Karten-Telefon 0711/2555555 und 01805/070711 (0,14 Euro/min Mob. abw.). Das Ticket kostet 28,90 Euro zzgl. Gebühr, Besitzer von Gartenschau-Dauerkarten zahlen 23,50 Euro zzgl. Gebühr.
Thomas Godoj LIVE!
3. Juli 2009, 20.30 Uhr/ Rechberghausen, Gartenschaugelände
Außenauftritte der Gartenschau
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Schwäbisch Gmünd |
Gmünder Pferdetag |
29.03.2009 |
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Göppingen |
Göppinger Frühling |
04./05.04.2009 |
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Fellbach |
ABENTEUER REGION Fellbach |
25.-26.04.2009 |
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Neu-Ulm |
Familien-Frühlingsfest Freundeskreis Landesgartenschau Neu-Ulm e.V. |
25.-26.04.2009 |
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Ludwigsburg |
Blühendes Barock Ludwigsburg |
30.04.-03.05.2009 |
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Eislingen |
verkaufsoffener Sonntag |
17.05.2009 |
Gutscheine für Tageskarten erhältlich
Schenken Sie Freunden und Verwandten einen Tag "Sommer-Blüten-Träume": In unserem Bürgerbüro erhalten Sie attraktive Gutscheine für unsere Tageseintrittskarten zum Preis von 9,00 € je Gutschein.
Der Dauerkartenvorverkauf läuft auf Hochtouren
Mit der Dauerkarte immer dabei für nur 0,48 € am Tag !
An 115 Veranstaltungstagen erwarten Sie auf der Gartenschau Rechberghausen über 700 Veranstaltungen rund um Musik, Tanz, Kunst, Kultur und Sport.
Unsere Dauerkarten erhalten Sie bei den Fillialen der Kreissparkasse Göppingen in Uhingen, Ebersbach, Bad Boll, Rechberghausen, Eislingen, Göppingen, Süssen, Donzdorf, Geislingen/Steige (Sternplatz) und Deggingen, im Bürgerbüro Rechberghausen, im iPunkt Göppingen, den Lokalredaktionen der NWZ in Göppingen, Eislingen und Geislingen/Steige sowie in allen Filialen der Raiffeisenbank Wangen.
Hochzeit im Blumenmeer
Was für viele der Inbegriff von Romantik ist, wird in Rechberghausen erstmals auf einer Gartenschau möglich sein: Die Traum-Hochzeit im Blütenmeer. Ein „Grünes Trauzimmer“, gesäumt von Natursteinmauern und herrlich duftenden weißen Rosenstöcken, bildet den eindrucksvollen Rahmen für das Ja-Wort im Grünen.
Wer auf der Gartenschau Rechberghausen den Bund fürs Leben schließt kann dies jedoch nicht nur in einem außergewöhnlich schönen Ambiente tun, sondern auch rund um die Uhr. Als einzige Gemeinde in Baden-Württemberg bietet Rechberghausen heiratswilligen Paaren die Trauung zu jeder Tages- und Nachtzeit an – und füllt damit eine echte Marktlücke. Der Rund-um–die-Uhr-Trauservice ist natürlich auch während der Gartenschau-Monate vom29. Mai bis 20. September möglich. Die Paare können an jedem Tag und zu jeder Uhrzeit auf der Gartenschau heiraten - auch nachts. Sie sollten lediglich bedenken, dass es im ‚Grünen Trauzimmer’ kein elektrisches Licht gibt. Für einen etwaigen Ansturm von Heiratswilligen während der Gartenschau ist Rechberghausen übrigens bestens gerüstet: Insgesamt stehen neun Standesbeamte für die Zeremonie im Grünen parat.
Weitere Informationen zur ‚Hochzeit im Grünen’ erteilt das Standesamt Rechberghausen, Tel. 07161 / 501 - 21 oder - 22.













